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Kids., Öl/Leinwand, 110 x 140 cm, 2013
Reine Malerei von Alireza Varzandeh.
Alireza Varzandeh sagt von sich, dass er kein Künstler sondern ein Maler ist. Damit will er ausdrücken, dass er nicht Erfinder von etwas Neuem ist, sondern der Maler von Licht, Farben und Formen in den ihn umgebenden Realitäten. Dabei ist ihm wichtig, Bilder zu schaffen, die schöne Momente des Lebens auf sinnliche Weise festhalten und damit den Betrachter berühren - und im optimalen Falle begeistern. Damit versteht er sich als Verwirklicher von reiner Malerei. Er betrachtet die Farben als Füllhorn intensiver Sinneswahrnehmung, in der das Licht immer eine bedeutende Rolle einnimmt. Farben und Licht sind im Fluss des menschlichen Getriebes allerdings wegen ihrer Flüchtigkeit des „Bilderstreams“ schwer zu erfassen. Ihnen eine Form für nachhaltiges Erinnern zu geben, ist die Stärke von Alireza Varzandeh. Dabei spielt das Motiv keine Rolle. Reine Malerei entdeckt in jeder Motivik Anlässe für Farb- und Lichtsensationen. Wo der Strom des Lebens bei den meisten Betrachtern ohne deutliche Erinnerung an einzelne Bildsequenzen bleibt, macht der Maler in seinen „Filmschnitten“ die malerisch spannendsten Momente fest. Er erlebt dabei die Vergänglichkeit dieser Augenblicke nicht pessimistisch, sondern wie er selbst sagt „im Bewusstsein des Kommens und Gehens und der stetigen Veränderung, die uns umgibt und Teil unseres Daseins ist“. Für seine Einstellung zur Malerei muss es einen Grund geben: In Persien ist es damals wie heute aus religiösen Gründen nicht üblich gewesen, Menschenbilder zu malen. Andererseits sind die licht- und farbdurchleuchteten Innen- und Außenansichten in Persien für Alireza Varzandeh faszinierend und dabei aber gewohnte, lebensbegleitende Selbstverständlichkeiten gewesen. Mit seiner Übersiedlung nach dem nicht gerade farbenfrohen Deutschland hat er diese Reize wohl schmerzlich vermissen müssen. Nach seinen Jahren in New York fand er diese wieder. Von allen seinen malerischen Entbehrungen nahm er seit dieser Zeit bewusst Abschied. Auch seine Wiederentdeckung des Menschenbildes ist aus dieser früheren Entbehrung zu verstehen. Heute beschäftigt er sich vornehmlich mit flüchtigen aber prägnanten Reizen im menschlichen Dasein. Alireza Varzandeh wurde 1963 in Shiraz in Persien geboren. Er studierte Design, Schwerpunkt Illustration, an der Universität Teheran. Seine Verfolgung aufgrund seiner künstlerischen Tätigkeit und die wiederholten Inhaftierungen führten schließlich dazu, dass er sein Land verlassen musste. Nach der dramatischen Flucht in den Westen begann Alireza Varzandeh, mittellos und als Flüchtling anerkannt, in der Nähe von Köln lebend, 1987 sein Studium der Freien Grafik und Freien Malerei an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln. 1992 schloss er sein Studium als Meisterschüler von Professor Karl Marx ab. Drei Jahre später ging er nach New York und kehrte 1998 nach Köln zurück. Im Kulturzentrum von Bad Homburg, Englische Kirche, wird Alireza Varzandeh Bilder der reinen Malerei zeigen als sinnenfrohe Botschaften aus dem ganz normalen Leben – durchdrungen von Farbe und Licht.

Eröffnung am 5.09., 19 Uhr, Laufzeit bis 5.10.2014

Stillleben VII, Öl/Leinwand,
170 x 130 cm, 2013
 

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Galerie
"Kunst in der Zehntscheune Reimund & Marlies Boderke",
Bad Homburg
Galerie "Kunst in der Zehntscheune Reimund und Marlies Boderke"

Zehntscheune im HerbstDie Galerie-Geschichte:

Die Galerie in einem über 400 Jahre alten Denkmal mit Bruchsteinmauern und Eichenbalken gibt gerade auch für zeitgenössische Kunstwerke den fulminanten Rahmen ab. Reimund Boderke machte mit seiner Frau Marlies die großzügige Zehntscheune seit Anfang der 90er Jahre zur Stätte der Kunst und Kultur. Seit Beginn der Galerie-Tätigkeit stellte Reimund Boderke als ehemaliger Ostdeutscher Kontakte zu Kulturszenen der einstigen DDR her und organisierte Ausstellungen in der Zehntscheune. Hieraus entwickelte sich der Ausstellungsschwerpunkt Neue Bundesländer mit so namhaften Künstlern wie Sighard Gille, Bernhard Heisig, Johannes Heisig, Werner Liebmann, Harald Metzkes, Wolfgang Petrovsky, Frank Seidel, Heinrich Tessmer, Jürgen Wenzel, u.a..

Galerie innenDoch auch immer mehr Künstler aus den Alten Bundesländern und aus dem Ausland stellte die Galerie aus. Besondere Präsentationen waren die von Antonio Tapiés, Adi Holzer, Hans-Peter Profunser und vom Bauhausmaler HIL (Wolf Hildebrandt). Auch mit der Stadt Bad Homburg entwickelte sich eine intensive kulturelle Partnerschaft. Im Kulturzentrum "Englische Kirche" wurden seit 1997 Ausstellungen organisiert, zunächst mit 19 Künstlern aus der Partnerstadt Peterhof (Russland), mit 20 bedeutenden Künstlern aus den Neuen Bundesländern und der Patenstadt Greiz, dann Einzelausstellungen z.B. mit Antoinette, Werner Liebmann und Berndt Wilde und mit dem Gewinner des "Goldenen Löwen" der Biennale Venedig, Medhat Shafik (2001). Seither führt die Galerie im Kulturzentrum alljährlich 1-2 Ausstellungen durch.
Skulptur im Hof der Galerie
Das Galerien-Konzept:

Expressionistische Malerei und Skulpturen, Abstrakter Expressionismus,
Expressionistischer Realismus

Das Galerie-"Credo":

Die Lage der Zehntscheune und ihr historisches Ambiente erfordern ein eher "traditionelles" Angebot. Die Galerie hat sich zudem zur Aufgabe gestellt, eher wenige Ausstellungen aber von erlesener Art zu entwickeln.
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